Beschreibungstexte der Kurse und Vorträge 

 

Lesung mit anschließender Diskussion

Der Autor des Elternratgebers „Kinder brauchen mehr als Liebe“( 5. Auflage 2017) liest einige Kapitel aus seinem Buch und steht anschließend für Fragen zur Verfügung.

Themen:

Macht, Gewalt und Zwang in der Erziehung: Eine Begriffsentwirrung

Was schwächt Eltern?

Was schwächt Kinder?

Wie können Eltern Machtkämpfe vermeiden?

Grenzen setzten, ohne zu verletzen

Konsequenzen statt Drohungen und Strafen

Wie werden Eltern ein gutes Team?

 


Jungen sind anders - Mädchen auch

Kinder brauchen Grenzen- und Jungen ganz besonders

Viele Eltern bemühen sich heute, ein Erziehungsverhalten zu vermeiden, das die Kinder in ihrer Selbstbestimmung und freien Entfaltung behindert: Der Wunsch, Kinder mit Argumenten, Bitten und Nachgiebigkeit zu erziehen, ist weit verbreitet. Dieser besonders von Müttern oft praktizierte Erziehungsstil, der auf das kindliche Einfühlungsvermögen und Harmoniebedürfnis baut ("...dann ist die Mama ganz traurig." "Tu der Mama doch den Gefallen..."), erweist sich jedoch als unrealistisch und insbesondere bei Jungen versagt dieser Stil schnell. Nun geraten oft die eigenen Bedürfnisse unter die Räder, Unzufriedenheit, häufige Konflikte und der Rückfall in autoritäre Verhaltensweisen sind die Folge.

In diesem Vortrag werden die positiven Folgen der Konsequenzen, aber auch die möglichen Fallstricke und Missverständnisse thematisiert, um ohne "autoritäre" Strafen Kinder zu lenken, ihnen Orientierung, Sicherheit und ein angemessenes Verantwortungsgefühl geben zu können.

 

 

Liebe allein genügt nicht

Klarheit, Grenzen, Konsequenzen

Eltern bemühen sich heute, ein autoritäres Erziehungsverhalten zu vermeiden, das die Kinder in ihrer Selbstbestimmung und Persönlichkeitsentwicklung behindert. Der pädagogische Anspruch, mit Kindern „zu verhandeln“, das Bemühen, sie durch Nachgiebigkeit, Bitten und Diskussionen zu gewinnen, erweist sich jedoch als unrealistisch. Nun kommen die eigenen Bedürfnisse zu kurz, nervenaufreibende Machtkämpfe, Wutausbrüche und „Dauerdiskussionen“ sind die Folge.

In diesem Vortrag lernen Eltern Verhaltensweisen und Grundeinstellungen kennen, die Möglichkeiten bieten, Kinder zu leiten und zu begleiten, sie in ihrer Selbstverantwortung zu stärken und ihnen Sicherheit und Orientierung zu geben.

 

 

Umgang mit Wut und Aggressionen bei Kindern

Warum Wut zum Wachstum  dazu gehört

Im Alltag gibt es viele Situationen, die Aggression und Wut entstehen lassen, denn Kinder müssen erst lernen, mit ihren Gefühlen umzugehen. Sie versuchen ihrem Ärger Luft zu machen, indem sie zum Beispiel brüllen, schreien, herumtoben oder gar kratzen, beißen oder schlagen. Oft stehen Eltern dem aggressiven Verhalten ihrer Kinder hilflos gegenüber. Es ist wichtig zu verstehen, warum sich ein Kind in bestimmten Situationen aggressiv verhält, um gelassen damit umzugehen. Wie Eltern angemessen auf kindliche Aggressionen reagieren können, ohne mit eigenen Wutimpulsen zu reagieren und wann sie wie eingreifen sollten, wird in diesem Vortrag thematisiert.

 

 

Fordern statt verwöhnen

Suchtvorbeugung in der Familie

Liebevolle Eltern wollen für ihre Kinder das Beste. Kinder wachsen heute in einer Gesellschaft auf, in der schnelle Wunscherfüllung, permanenter Genuss und Lust ohne Anstrengung als Lebensmaxime verkündet wird. Kinder wünschen und fordern in einer solchen Lebenswelt pausenlos und Eltern wünschen sich glückliche Kinder. Diese Rahmenbedingungen führen schleichend zu einem stark verwöhnenden Erziehungsverhalten, das sich bei den Kindern problematisch auswirkt. Sie zeigen Langeweile und Passivität, Aggressivität und Lustlosigkeit, sie fordern immer mehr und sind immer schwerer zufrieden zu stellen. Ob es ums Essen, Spielen, Fernsehen oder Kleidung geht, überall werden die Folgen dieser Verwöhnung spürbar. Sie ist der Nährboden für Suchtverhalten im Erwachsenenalter.

In diesem Vortrag werden Möglichkeiten erörtert, wie Eltern als Vorbild und mit einem suchtvorbeugenden Erziehungsverhalten diesen Gefahren entgegenwirken können.

 

 

Faszination Bildschirm

Kindheit im Zeitalter elektronischer Medien

Fernsehen, Computerspiele und das Internet spielen im Leben der Kinder eine große Rolle.

Folgende Fragestellungen werden behandelt:

  1. Welche Wirkungen haben diese Medien auf die Entwicklung der Kinder unter emotionalen, sozialen,  kognitiven und sprachlichen Aspekten?
  2. Welches Maß ist sinnvoll und woran sind negative Auswirkungen eines zu großen Medieneinflusses zu erkennen?
  3. Welche Erziehungshaltung hilft, den Zugriff auf die elektronischen Medien sinnvoll zu begrenzen?

 

Lernmotivation bei Kindern fördern

Wie wir Lernunlust bei Kindern vermeiden können.
Kinder lernen pausenlos, sogar im Schlaf und sie lernen gerne. Mangelnde Lernmotivation, Unkonzentriertheit und  "Begriffsstutzigkeit" sind Warnsignale, die auf äußere störende Einflüsse und innere Probleme des Kindes hinweisen. Eltern können zur Beseitigung dieser Störungen und Probleme oft mit einfachen Mitteln beitragen.    
Themen:
- Wie funktioniert Lernen?
- Welche Einflüsse beeinträchtigen die Lernfreude und Lernbereitschaft?
- Wie kann ich die Konzentrationsfähigkeit und Lernmotivation meines Kindes fördern?
- Wie unterstütze ich mein Kind beim schulischen Lernen richtig?
 

 

Wie werden Eltern ein „Dreamteam“?

Konflikte zwischen Eltern lösen

„Frauen sind anders, Männer auch“. In Fragen der Kindererziehung denken und handeln sie ebenfalls oft unterschiedlich. Darüber hinaus bestimmen die verschiedenen Rollen in der Familie die Beziehungen von Vater und Mutter zu den Kindern. Zahlreiche Konflikte und Erziehungsschwierigkeiten in der Familie hängen mit diesen unterschiedlichen Auffassungen, Positionen und Erziehungsstilen der Eltern zusammen.

In diesem Vortrag wird die Bedeutung der elterlichen Kooperation thematisiert. Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, mit Unterschieden umzugehen, Gemeinsamkeiten zu entwickeln und als Elternteam effektiv zu sein.

 

 

Väter sind anders - und das ist gut so

Die Bedeutung der Väter für die Entwicklung von Jungen und Mädchen

Die Kindererziehung liegt in den Händen der Frauen. In Familie, Kindergarten und Grundschule spielen männliche Bezugspersonen kaum eine Rolle. Die Bedeutung der Väter und Männer für die kindliche Entwicklung wird jedoch zunehmend erkannt. Eine stabile Vater-Kind-Beziehung stärkt das Selbstwertgefühl des Kindes, fördert die Leistungsbereitschaft und wirkt sich auf die Geschlechtsrollenentwicklung von Mädchen und Jungen positiv aus. Der ergänzende "männliche" Erziehungsstil ist eher fordernd, risikofreudig und an Regeln und Konsequenzen orientiert, der „weibliche“ Stil ist eher behütend, umsichtig und beziehungsorientiert.

In diesem Vortrag werden die Rolle des Vaters in der Familie, seine Bedeutung als Bezugsperson in der Kindererziehung sowie die unterschiedlichen Wirkungen auf die Entwicklung von Jungen und Mädchen thematisiert.

 

 

Kinder in der Pubertät

Loslassen und Halt geben

Viele Eltern erleben die Pubertät ihrer Kinder als mühsame oder schwierige Zeit. Was verändert sich beim Kind mit dem Eintritt in die "Pubertät"? Wie viel Verantwortung kann den Kindern und Jugendlichen übertragen werden? Wie sollte mit dem Thema "Schule" umgegangen werden? Welche Regeln des Zusammenlebens sind sinnvoll? Wie können Konflikte „entschärft“ werden? In diesem Seminar werden geeignete "Familienregeln" und Konfliktlösungsmöglichkeiten vermittelt.

 

 

Erziehen mit Humor

Zuversicht und Gelassenheit gewinnen

Vertrauen, Zuversicht und Gelassenheit sind drei wichtige Grundpfeiler in der Eltern-Kind-Beziehung. Was benötigen Eltern, um diese Grundhaltungen einnehmen zu können? Humor. Ohne Humor keine Zuversicht, ohne Zuversicht keine Gelassenheit und ohne Gelassenheit können wir Eltern keine Souveränität entwickeln. Oder um mit Charles Dickens zu sprechen: "Gibt es eine bessere Form mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?"

In diesem Vortrag wird gezeigt, wie mit humorvollen „Interventionen“ Machtkämpfe mit Kindern vermieden werden können und Eltern mehr Harmonie und Gelassenheit in der Familie erreichen.

 

 

Geschwister in der Familie

Dynamiken verstehen und Potentiale nutzen

Geschwister beeinflussen sich gegenseitig stark und prägen die Entwicklung von Kindern in der Familie . Die Vorbildfunktion älterer Kinder, Konflikte, Eifersucht, die Stellung der Kinder in der Geschwisterreihe, Altersunterschiede und die Geschlechterverteilung sind ebenso bedeutsam in ihrer Wirkung, wie die elterliche Erziehung.

Folgende Fragestellungen werden im Kurs thematisiert:

Wie wirken sich verschiedene Geschwisterkonstellationen auf die Kinder aus?

Welche Fähigkeiten werden im Geschwisterverbund entwickelt?

Welche Bedeutung haben Konflikte und Rivalität unter Geschwistern?

Wie sollten sich Eltern bei Konflikten verhalten?

Wie können Eltern Eifersucht und eskalierende Konflikte zwischen ihren Kindern mildern?

Wie können Eltern die positiven Einflüsse von Geschwistern fördern?

 

 

Patchworkfamilie leben

Chancen nutzen, Herausforderungen meistern

Patchworkfamilien sind heute weit verbreitet. Diese neue Familienkonstellation erfordert eine gute Abstimmung aller Beteiligten und verlangt hohe Anpassungsbereitschaft und Flexibilität. Andererseits bietet diese Lebensform auch viele Chancen. Die neuen Familienmitglieder können bereichern, Entwicklungsanregungen geben, und das Leben in diesem großen, erweiterten Familiensystem kann vor allem soziale Kompetenzen stärken. In diesen komplexen Beziehungen, in denen unterschiedliche Interessen, Wünsche, Erwartungen und Werthaltungen aufeinander treffen, fallen gegenseitiger Respekt und Toleranz allerdings oft schwer. Damit die Konflikte handhabbar bleiben, müssen verbindliche Regeln, Absprachen und Kompromisse gefunden werden.

In diesem Vortrag werden typische Dynamiken und Konfliktmuster thematisiert und Hilfestellungen gegeben, wie Schwierigkeiten gemeistert werden können.