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Familien-Limericks

 

Mit Humor geht vieles leichter, auch die Herausforderung, Familie zu leben. Eine Möglichkeit, eine humorvolle Perspektive einzunehmen, besteht für mich darin, Beziehungs- und Familienthemen als Limericks zu verarbeiten.

Hier veröffentliche ich gelegentlich selbst verfasste Verse. Vielleicht bereiten sie auch Ihnen Vergnügen. Viel Spaß beim Lesen.  

 

 

  
Die Marie hat `nen hohen IQ,

doch sie sprach in der Schule nur „Muh“.

Nach der Sprachtherapie

da erläuterte sie:

„Aber Mama, ich bin eine Kuh.“

 

 

Der Sohn eines Freundes in Sindelfingen,

der darf bei den Eltern zu viel bestimmen.

Er will sie jetzt führen

und auch delegieren,

drum schickt er den Vater zum Martinssingen.

 


Es war Weihnachten sehr still in Hagen,

plötzlich hörte man Eltern laut klagen.

Oh, man glaubte es kaum,

was lag da unter’m Baum ?

Ihre Kinder, von Spielzeug erschlagen.

 

 

Ein Smartphone mit 3? Selbstverständlich!

Die Oma zeigt froh sich erkenntlich

und sponsert ein Handy.

Da murmelt Klein-Mandy:

Ich kriege ein Smartphone, na endlich!

 

Ich kannte Geschwister in Rheydt,

die packte beim Essen der Neid.

Sie stritten recht munter,

ein Teller fiel runter;

der Hund profitierte vom Streit. 

 

  

Der Stiefsohn von Tierpfleger Marc,

der treibt es nun wirklich zu arg.

Er geht oft mit Kumpeln

ganz heimlich im Dunkeln

die Enten vergiften im Park.

 

 

Timo klebt am PC, oft wird's spät.

Diagnose: - Na klar - Pubertät!

"Null Bock", murmelt er

zum Vater, wenn der

mehr zu lesen, zu lernen ihm rät.

 

 

Der "Addi", massiv adipös,

sah freudig im Chat (leicht nervös):

die "Biggi" biss an,

doch schrieb sie ihm dann:

"Mag `Breakdancer `, sei mir nicht bös'."

 

 

Einem Jungen (knapp 17) aus Bielstein,

fiel im Urlaub (mit Eltern) in Kiel ein:

"Die Ostsee hier rockt nicht,

der Orient lockt mich,

würde lieber mit Freunden am Nil sein."

 

 

Jan-Vincent studiert nicht sehr gern

und bleibt drum der Uni gern fern.

Ob`s den Eltern gefällt?

Och,  was zählt, ist ihr Geld!

Stolz fährt er ein Auto mit Stern.

 

 

Ein Mann ist beruflich sehr tüchtig,

beliebt und natürlich auch wichtig.

Kein Blick auf die Uhr...

Das Dumme ist nur:

Die Kinder, sie seh’n ihn nur flüchtig.

 

 

Ein Lehrer - er wohnte in Brist -

fand, Schulkinder machten nur Mist.

Dann schulte er um

und wurde - nicht dumm -

bald Arzt und zwar Anästhesist.

 

 

Ein Schüler aus Blankenheim-Mitte

benutzt weder "Danke" noch "Bitte".

Als Lehrer ihn fragen,

da kann er nur sagen: 

"Bei uns ist das leider nicht Sitte."

 

 

Ich traf einen Lehrer in Oberhausen

der litt seit 5 Jahren an Ohrensausen.

Nach Gehörsturz und Kur

blieb der Mann ziemlich stur,

man sah ihn nur wann? In den großen Pausen.

 

 

Im Schullandheim war es, in Waiblingen,

da musste man Jungs eher heimbringen.

Was war dort geschehen?

Man hat sie gesehen,

wie Mädchen sie nachts an den Leib gingen.

 

 

 

Jan-Holger verursacht viel Stress,

man spricht schon von ADHS.

Er organisiert

und koordiniert

den Lerntherapeuten-Kongress.

 

 

Eine Frau aus der schönen Stadt Peine,

hatte schöne und sehr lange Beine.

Unterwegs mit dem Mann

lief sie immer voran,

deshalb nahm sie der Mann an die Leine.

 

 

Eine ledige Mutter von Zwillingen,

flirtet heftig im Netz nahe Dillingen.

Der Mann lädt sie ein,

zu Käse und  Wein

und erscheint überraschend mit Drillingen.

 

 

Ein Ehepaar wohnte in Weiden.

Die Frau konnte eines nicht leiden:

"Deinen Ring trägst du nie!"

"Hab `ne Ringallergie."

Sie ließen sich kürzlich auch scheiden.

  

 

Ein Mann, der oft surfte, aus Lindlar,

(er surfe sogar, wenn kaum Wind war),

nahm Segel und Brett

zur Frau mit ins Bett.

Schon klar, dass kein Platz für ein Kind war.

  

 

Ein Ehemann sammelt gern Pilze.

Die Frau fragt er: "Wie viele willst de?"

Sie sagt: "Iss alleine."

Sie nimmt lieber keine,

sie hat die Befürchtung, er killt se.

 

 

Eine Ehefrau, wohnhaft in Lauchstädt,

attestierte dem Mann zu viel Bauchfett.

Der traf dann Brigittchen,

sie schwärmte von Rippchen,

und das Bauchfett, das fand sie dann auch nett.

 

 

Die Freundin von Rudi aus Rudolstadt,

beginnt 'ne Diät. Fragt der Rudi: Watt?

Kein Fleisch, nur Salat?

Da brauch ich 'nen Rat:

"Wie wird man mit Rohkost statt Roastbeef satt?"

 

 

Hans-Bernhard - er liebte zu bloggen -

aß Burger statt Brötchen aus Roggen.

Er schrieb der Kathrein,

sie lud ihn auch ein,

doch wollte sie nur mit ihm joggen.

 

 

Der kleinen Luise aus Wuppertal

empfiehlt ihre Mutter: Kind, schnupper mal

an Obst und Gemüse.

Da rät ihr Luise:

Bestreu doch Gemüse mit Zucker mal.

 

 

Freund Bob aus der schönen Stadt Bern,

mag Birgit und trifft sie auch gern.

Nur stetes Gemecker
geht ihm auf den Wecker,

dann mag er sie lieber von fern.

 

 

Der Freund eines Mädchens aus Darmstadt,

der zusätzlich noch einen Arm hat,

kann sie mit drei Händen

leicht drehen und wenden,

was sicherlich sehr, sehr viel Charme hat.

 

 

Es gibt einen Briten in Bonn,

der träumt schon seit Jahren davon,

genau zu durchblicken,

wie Frauen so ticken.

Die Gattin sagt lächelnd: "Dream on."

 

 

Ein Volkssänger, wohnhaft in Dittlingen,

lässt plötzlich ein Mädchen gern mitsingen.

Das merkt seine Frau,

die rät ihm sehr schlau:

"Wir sollten doch besser zu dritt singen."

 

Als ich bei ´ner Freundin im Rheingau

auf Reisen mal wieder kurz rein schau,

zeigt sie auf die Wiese,

(da liegt ihr Ostfriese).

„Nach Willi ist nun oft der Hein blau.“

 

 

Ein Nachbar, gebürtig aus Hockenheim,

der soll, sagt die Gattin, nun trocken sein.

Das glaube, wer will,

denn er kommt nicht still,

nein, fluchend und schwankend auf Socken heim.

  

  

Es möchte ein Sänger aus Solingen

in London, im Stadtteil Soho, singen.

Die Gattin sagt: "Nö,

du hast Diarrhö,

du kannst, wenn du willst, auf dem Klo singen."

 

 

Ein Ehepaar, wohnhaft auf Rügen,

das pflegte sich oft zu betrügen.

„Komm, lass uns mal treu sein,

mag das auch ganz neu sein“.

Er nickte. „Ja, lass es uns üben.“

 

 

Ein Gourmet traf ein Mädchen in Goslar,

das für ihn ein sehr „scharfes Geschoss“ war.

Er fand’s toll, viele Wochen,

doch als sie wollte kochen,

war’s vorbei, weil das Fleisch nie ganz kross war.

 

 

 

 

 Wer sich an vertonten, humorvollen und virtuos verfassten Reimen erfreuen möchte, klicke auf "weiter",

da präsentiert Max Raabe mit dem "Palast Orchester" das wunderbare Programm

"Knapp daneben".   

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